Robert Anton Wilson ist tot

von kanalnull

Letzter Eintrag in Wilsons Weblog RAW Data:

Various medical authorities swarm in and out of here predicting I have between two days and two months to live. I think they are guessing. I remain cheerful and unimpressed. I look forward without dogmatic optimism but without dread. I love you all and I deeply implore you to keep the lasagna flying.

Please pardon my levity, I don’t see how to take death seriously. It seems absurd.

Robert A. Wilson (* 18. Januar 1932 in Brooklyn; † 11. Januar 2007 in Capitola bei Santa Cruz, California) war ein US-amerikanischer Bestsellerautor, Philosoph und Anarchist.

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In den frühen 1960ern begann er mit psychedelischen Drogen zu experimentieren. Zunächst probierte er Peyote aus. Zu dieser Zeit lebte er mit seiner Familie in einer alten Sklavenhütte in den Wäldern außerhalb von Yellow Springs, Ohio. Den Lebensunterhalt verdiente Wilson mit verschiedenen Anstellungen als Redakteur, bis er schließlich 1965 Leserbriefredakteur beim Playboy wurde. Diese Briefe lieferten ihm viel Inspiration für die Illuminatus!-Trilogie, die er zusammen mit Robert Shea, einem Arbeitskollegen, schrieb.

1964 traf er bei seiner Arbeit Timothy Leary, mit dem er sich anfreundete und mit dem er im Jahr 1978 „Neuropolitics“ veröffentlichte. Dieses Werk verhalf ihm zum Durchbruch. Zwei Jahre danach begegnete er William S. Burroughs, der ihn auf die seltsamen Synchronizitäten mit der Zahl 23 aufmerksam machte, die auch in verschiedenen Büchern Wilsons verarbeitet sind. Während seiner Zeit beim Playboy nahm er Kontakt zu Kerry Thornley auf, einem der Gründer des Diskordianismus. Er schrieb einige Artikel für dessen Magazin „New Libertarian“.

[…]

Wilson beschäftigte sich auch mit politischen Verschwörungen und Verschwörungstheorien, erfand selbst einige – satirische – Verschwörungen und förderte die Pseudo-Religion des Diskordianismus sowie die Operation Mindfuck. Er sah mit großem Vergnügen , dass diese Dinge schnell ein starkes, besonders in der Internetkultur verbreitetes Eigenleben entfaltet haben. Zur Beschreibung von Kommunikationsproblemen in Hierarchien benutzte er den Begriff des Snafu-Prinzips. Die Nihilistische Anarchistenhorde (NAH) entstammt den Büchern von Robert Anton Wilson. Die N.A.H. verteilte unter anderem Bastelbögen zum Bau von Atombomben und machte durch Sprüche wie „Hupen Sie, wenn Sie bewaffnet sind!“ auf sich aufmerksam.

Quelle: Wikipedia

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